Professionelle Zahnreinigung (PZR), was ist das?

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Die Professionelle Zahnreinigung, kurz PZR, ist eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen in der Zahnmedizin.

Bei der PZR werden die sichtbaren und versteckten weichen (Plaque, Biofilm) und harten (Zahnstein, Konkremente) Beläge entfernt. Diese Beläge können, auch bei sehr guter Mundhygiene, in der häuslichen Pflege nicht entfernt werden.



Plaque (Zahnbelag) besteht aus Bakterien und deren Stoffwechselprodukten, abgeschilferten Epithelzellen und aus Nahrungsresten. Die Bakterien verstoffwechseln die Stärke und produzieren Säuren. Diese Säuren führen zu Schäden an den Zähnen (Karies), am Zahnfleisch (Gingivitis, also Zahnfleischentzündung) und am Knochen (Parodontitis, also Knochenschwund).

Bei der PZR wird nicht nur die Anzahl der Bakterien reduziert, sondern auch deren Lebensraum zerstört. Dies hat zur Folge, dass sich Bakterien erst viel später wieder neu ansiedeln können.

Es ist erwiesen, dass es erst ca. 4 Monate nach einer PZR zu einer so starken Neubesiedlung mit Bakterien kommt, dass von ihnen eine schädliche Wirkung zu erwarten ist. Bakterien dauerhaft aus der Mundhöhle zu verbannen, ist nicht möglich.

Folglich ist die PZR für jeden Menschen von Nutzen. Bei Gesunden ist eine PZR alle sechs Monate notwendig, um die Mundgesundheit zu erhalten. Bei kariesanfälligen und parodontal erkrankten Patienten kann eine PZR alle 3 Monate notwendig werden.

Mit zunehmendem Alter werden die Zähne „länger“ und die Zahnzwischenräume grösser. Hinzu kommt, dass im Alter chronische Erkrankungen und Einnahme von Medikamenten das Risiko der Karies und der Parodontitis erhöhen. Kronen, Brücken komplizierte Zahnersatzkonstruktionen, Implantate erschweren die häusliche Pflege zusätzlich. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, dass im Alter die Fingerfertigkeit, die für die Zahnpflege notwendig ist, nachlässt.

Die PZR ist also eine prophylaktische Maßnahme, die die Lebensdauer der Zähne und des Zahnersatzes erheblich erhöhen kann.